Sommerkirchenkarussell - Es dreht sich wieder!

Zwischen dem 30. Juni und dem 4. August 2019 findet das 8. Sommerkirchenkarussell der Region Königs Wusterhausen statt. Ob Urlauber, Ausflügler oder Daheimgebliebene: Sie sind herzlich eingeladen!

Außer am 4.8 beginnen die Gottesdienste um 14.00Uhr, bei denen Sie von unterschiedlichen Predigerinnen und Predigern in den evangelischen Kirchen der Stadt Königs Wusterhausen und seinen Ortsteilen willkommen geheißen werden. Daran anschließend ist Gelegenheit, bei Kaffee, Tee und Gebäck miteinander ins Gespräch zu kommen oder auch die teilweise schon jahrtausendealten Gotteshäuser zu besichtigen.

In der Kreuzkirche in Königs Wusterhausen wird an jedem dieser Sonntage um 10.30Uhr ein Gottesdienst gefeiert.

Herzlich willkommen!

30. Juni – Evangelische Kirche Niederlehme
14 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Rebekka Wackler
Im Anschluss Sommerfest, Kaffeetafel und Konzert anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Fördervereins Ev. Kirche Niederlehme e.V.

07. Juli – Kapelle Zernsdorf
14 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Cornelia Marquardt
Im Anschluss Kaffee, Tee, Erfrischung und Konzert: Die schöne Müllerin – ein Liederzyklus von Franz Schubert. Erwin Marquardt (Gesang) und Christian Finke-Tange (Orgel)

14. Juli – Deutsch Wusterhausen
14 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer Jonas Weiß-Lange
Im Anschluss Gespräche bei Kaffee, Tee und Erfrischungen

21. Juli – Schenkendorf
14 Uhr „Komm, bau ein Haus!“ -  Familiengottesdienst mit Pfarrerin Nora Rämer und Natascha Lorang (Familienzentrum)
Im Anschluss Gespräche bei Kaffee, Tee, Erfrischungen und Spiel und Spaß für Kinder

28. Juli – Senzig
14 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer Jonas Weiß-Lange
Im Anschluss Gespräche bei Kaffee, Tee, Erfrischungen und Vortrag mit Bildern: „Eine Million Geflüchtete bei 5 Millionen Einwohnern“ – Dr. Chris Lange und Jonas Weiß-Lange berichten über ihre Arbeit im Libanon und in Syrien

4. August – Kreuzkirche Königs Wusterhausen
10.30 Uhr Gottesdienst mit Superintendent Dr. Christian Nottmeier
Im Anschluss Gespräche bei Kaffee, Tee und Gebäck

Hier finden Sie den Flyer!


Angedacht: Pfingsten – Geist und eine alte Dame

Was feiert man eigentlich an Pfingsten? Der Heilige Geist kommt zu den Menschen: Pfingsten erinnert an den großen Traum vom Miteinander aller Christinnen und Christen. Und: Pfingsten wird oft als die Geburtsstunde der Kirche bezeichnet. Wie kam es dazu?

Das Wort ‚Pfingsten‘ kommt aus dem Griechischen und bedeutet ‚der 50. Tag‘. Gemeint ist damit der 50. Tag nach dem Osterfest. Nach dem Bericht des Lukas in der Apg 2 war es das Pfingstfest, an dem die Jüngerinnen und Jünger das Gefühl haben, dass nicht alles vorbei ist. Sie erzählen von ihrer Hoffnung und ihrem Vertrauen auf Gott, der Menschen in ihrer Unvollkommenheit annimmt. Für diese Botschaft brennen sie. Und zwar so sehr, dass sie in der multikulturellen Stadt Jerusalem von den Menschen verstanden werden. Menschen verschiedener Herkunft, Bildung, Interessen und Erwartungen hören gemeinsam hin und verstehen einander. Die Menschen bleiben einander fremd in Sprache und Kultur und haben doch etwas gemeinsam: die Botschaft, die sie hören und verstehen. Das Pfingstwunder besteht also genau darin: dass die Menschen die Jünger verstehen können, was nach den normalen Umständen nicht zu erwarten gewesen wäre. Warum dies möglich war wird in der biblischen Geschichte durch ein Bild ausgedrückt: „es erschienen ihnen Zungen, wie von Feuer, und sie setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist“ (Apg 2,4). Auf diese Weise wirkt der Geist einheitsstiftend. Und deshalb ist es auch eine gute Tradition, wenn wir in der Region Königs Wusterhausen den Pfingstmontag mit einem ökumenischen Gottesdienst begehen.

Und was hat das nun mit dem ‚Geburtstag der Kirche‘ zu tun? Da an diesem Pfingsttag der Apostelgeschichte die frühe christliche Gemeinde zum ersten Mal öffentlich – und dazu in spektakulärer Art und Weise – in Erscheinung tritt, wird Pfingsten auch als Geburtstag der Kirche bezeichnet. Diese neue Gemeinschaft ist nicht gegründet auf einen menschlichen Entschluss, sondern durch das Wirken des Geistes. So erinnert uns diese Gründungsgeschichte der Kirche auch daran, dass die Kirche neben ihrer Rolle als Institution, die den Menschen verfügbar ist immer auch einen Raum haben soll, indem das nicht vorhersehbare also berechenbare seinen Platz hat. Und: in der das Miteinander im Zentrum steht: der Theologe Fulbert Steffensky hat das einmal so ausgedrückt: Die Pfingsgeschichte ist „die Geburtsurkunde der Kirche, […] die von einer alten und lange vergangenen Schönheit“[i] zeugt. Steffensky vergleicht die Kirche mit einer ‚alten Dame‘, die staunend ihre Geburtsurkunde liest und dabei ihre revolutionären Anfänge wiederentdeckt: "So also war ich gemeint, denkt die alte Dame Kirche. Das war der Anfang und der große Traum: Jeder sollte die Sprache des anderen verstehen; jeder sollte Gesichter haben und der Wahrheit näher sein, nicht nur die Profis oben; alle sollten miteinander das Gebet, das Brot und das Geld teilen."

Ich freue mich auf gemeinsames Hinhören und Verstehen!

Ihre Pfarrerin Rebekka Wackler


Jetzt neu: Den digitalen Gemeindebrief online bestellen!

Sie möchten unseren Gemeindebrief gerne per E-Mail zugesandt bekommen? Dann tragen Sie sich in unser Online-Formular ein und Sie bekommen jede neue Ausgabe zugesandt! Natürlich können Sie sich auch jederzeit wieder aus dem Verteiler austragen.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich gerne an unsere Ansprechpartner.